Rollenspiel - den Zwölfen zum Gruße!

 

Haben Sie schon einmal etwas von Tatzelwürmern, Kaiser-Drachen oder Lindwürmern gehört?

Diese gehören allerdings nicht in unsere reale Welt, sondern werden ab und an von uns im Rollenspiel-Kampf erlegt (oder auch nicht). 

 

Unser Spielsystem heißt "Das Schwarze Auge". Ein Spielleiter kennt eine Geschichte, ein Abenteuer oder eine Aufgabe, die die stolzen Mitspieler-Helden im Laufe eines oder mehrerer Abende zu lösen haben. Dabei begegnen die Streuner, Krieger, Zwerge, Gaukler, Söldner, Magier und Elfen besagten Drachen und anderen Wesen. Mag mancher Söldner nur nach dem Geld fragen, das er für die Ausführung seines Auftrages bekommen soll, so geht es dem Krieger allein um seine rondra-gefällige Ehre, wenn er einem Schurken das Handwerk legt.

 

So haben wir schon manchen Abend damit verbracht, uns in Aventurien zu tummeln und die buntesten und gefährlichsten Abenteuer zu bestehen und uns dabei auch manchmal selbst in die Quere zu kommen. Elfe und Zwerg können sich nun mal nicht ausstehen und daher eine ganze Reise unter heftigem Necken verbringen...

 

Unsere älteste Gruppe bestand aus besagter Elfe Aditu, die eigentlich in den Wald gehört, und besagtem Zwerg Tulasch, der seine Finger nicht vom Gold lassen kann und außerdem mal ein Bad gebrauchen könnte (obwohl - gerade erst hat er einen ganzen Abend in einem geweihten Rahja-Becken verbracht! Wohin soll das noch führen...?). Dann zogen da noch die Hexe Mo, die sich so manches Mal zu oft zu einem kleinen Spazierflug verleiten lässt, der Magier Jerodin, von dem man sich nicht einigen kann, ob er sich mit "J" oder "Y" schreibt und der heimlich in die hübsche Elfe verknallt ist, und der Krieger Borwen, der der ach so zögerlichen Truppe ab und zu eine gehörige Portion Kampfesmut verpasst. Der Meister hatte allerhand damit zu tun, ewige Diskussionen abzuwehren, ob man in einem zwei Schritt hohen Gewölbe noch fliegen kann oder nicht, oder wer heute an der Reihe ist, die Geschehnisse vom letzten Spiel-Abend zusammenzufassen.

 

Dann gab es eine weitere Gruppe mit wechselnden Meistern - es hatte sich schon eingebürgert, dass ich selbst die Spielleitung übernommen habe. Das macht mir auch großen Spaß, und so lasse ich mir die "Führung" gar nicht mehr so gern abnehmen. Doch jetzt kann man sich so langsam vorstellen, wie es ist, wenn der Meister das Abenteuerheft zuklappt, weil die Gruppe sowieso nicht mehr das tut, was das Schicksal so meisterhaft für sie vorgesehen hatte. Das vorerst letzte Abenteuer (Staub und Sterne) in Braunschweig hat Volker gemeistert - und uns allen viel Spaß gemacht! Schade, dass die Fortsetzung nach unserem Umzug nach Hamburg erst mal wegfällt. 

 

Diese Gruppe bestand aus einem Söldner namens Thomsen, der aber auch wirklich keine kleine Gefälligkeit ohne Bezahlung übernimmt, einer Streunerin, die Mo heißt (aha, hier tauchen die ersten Verwirrungen auf) und noch ganz schön schüchtern ist, in der letzten Schlacht jedoch tatsächlich mal in der ersten Reihe stand, einem Jäger mit Namen Xavian, der wie die anderen noch ein wenig an seinem Götterglauben arbeiten muss, dem Gaukler Torben, der die anderen wahnsinnig machen und mit seinen Späßen zur Weißglut treiben kann, und dem Kampfmagier Ingolt, der sich den letzten Übergriff des Gauklers vielleicht ein bisschen zu sehr zu Herzen genommen hat... Manchmal tauchte auch noch die Wiesbadener Elfe Shanna auf, doch die planten wir mal lieber nicht mit ein.

 

Mittlerweile haben wir uns in Hamburg auch zu zwei kleinen DSA-Runden zusammengetan. Eine Gruppe stellt sich aus einer Elfe namens Eloki, einem Krieger mit Namen Salk Zandor, einem Thorwaler-Geschwister-Pärchen Hjördis und Wolfrock sowie einer Hexe (wer kann das wohl sein?) Lucy zusammen.


Wer sich für dieses interessante Hobby begeistern oder zumindest mal hineinschnuppern möchte, ist bei der Firma Fanpro oder auf der Seite der Orkenspalter gut aufgehoben, denke ich.