Tagungen und Börsen

 

Außer unserer Jahrestagung der Interessengruppe Phelsuma (nächstes Datum ist der 8./9.10.2005, siehe unter "Vereinigungen") gibt es noch einige andere Veranstaltungen im Laufe des Jahres, die wir gern besuchen.

 

Das eine ist die jährliche Tagung der Geckopfleger, die - immer zu Pfingsten - in unterschiedlichen Städten stattfindet. Seit 1999 sind wir nun dabei und können sie als hochinteressante Informationsveranstaltung weiterempfehlen. Doch genauso wichtig ist es, dort erfahrene, interessierte und nette Leute kennen zu lernen und wieder zu treffen. Die letzte Geckopflegertagung fand zu Pfingsten 2004 in der Nähe von Kiel statt. Genauere Informationen finden Sie auf der Internetpräsenz von Friedrich Wilhelm Henkel

 

Einen Vorgeschmack bekommen Sie weiter unten schon einmal bei meinem kurzen Bericht über die Geckopflegertagung 2001 in Dortmund.  

 

 

Ebenso verpassen wir nur ungern die "Terraristika" in den Westfalenhallen in Hamm, die große Börse rund ums Thema Terraristik. Einerseits kann man hier gut (und häufig günstiger als im Laden) Zubehör kaufen sowie eigene Nachzuchttiere anbieten, die man über Anzeigen und Internet noch nicht verkaufen konnte. Andererseits spielt auch hier das Wiedersehen mit vielen Menschen eine wichtige Rolle. Zwar hat man meist nicht viel Zeit für den Einzelnen, weil die Veranstaltung sehr laut, voll und unübersichtlich ist - Spaß macht es aber doch ;-)
Die nächste Terraristika findet am 17.9.2005 statt.

 

Die Geckopflegertagung in Dortmund

(Aus dem Rundschreiben 3/2001 der IG Phelsuma)

An Pfingsten dieses Jahres wurde mir einmal mehr bewusst, wie sehr zu meinem Hobby nicht nur die Pflege unserer Tiere und Terrarien gehört, sondern vielmehr auch der Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten. Zwar scheint die Zahl derer, die unser Hobby teilen, stetig anzusteigen, doch man ist nach wie vor auf Veranstaltungen (oder Internetforen) angewiesen um diese interessanten Menschen aus ganz Deutschland oder sogar Europa überhaupt kennen zu lernen. Die Terrarianer aus Übersee, die den weiten Weg auf sich nehmen, sind da natürlich nicht zu vergessen.

Die Geckopflegertagung bietet da alljährlich einen wunderbaren Anlaufpunkt, der fachliche Informationen mit einem mehr oder weniger fachlichen Dialog kombiniert. Das diesjährige Treffen in Dortmund war das dritte, an dem mein Mann Jan und ich teilgenommen haben. Ich muss zwar ehrlicherweise sagen, dass mein Herz nun einmal an den Phelsumen hängt... und mich daher die Vorträge, die diese hübsche Gattung betreffen, am meisten interessieren. Doch die Geckopflegertagung bietet die Gelegenheit auch einmal über den Tellerrand zu schauen und Haltungsberichte von Tieren anzuhören, deren Gattungsnamen man vielleicht noch nicht einmal gehört hat.

Schon am Freitag Abend wurden wir mit dem Treffen der DGHT-Stadtgruppe Dortmund auf die Tagung eingestimmt. Hier plauderte Peter Nowark, vielen bekannt über seine Terrarien und Beregnungsanlagen der Firma „E.N.T. Terrarientechnik“, aus dem Nähkästchen und stellte einige Vorgehensweisen zur Einrichtung von Terrarien vor. Ich fand es sehr beeindruckend und interessant die unterschiedlichen Möglichkeiten zu sehen – man bekam gleich Lust sich wieder ein neues einzurichten... Toll, dass Peter sich so in die Trickkiste blicken ließ!

Am Samstag begann die eigentliche Tagung, wie immer mit einer kleinen, inoffiziellen Börse. Mit einigen Bekannten hatten wir uns bereits im Vorfeld verabredet und so hauptsächlich „bestellte“ Tiere dabei, die unter vielen Hinweisen, Tipps und Fragen im Laufe des Vormittags ausgetauscht wurden. Der Rest des Tages war nur locker mit Vorträgen geplant, so dass viel Zeit zum Kaffeetrinken und Plauschen blieb. Die Vorträge selbst, über die Gattungen Saltuarius, Agamura und Eurydactylodes gehörten für mich in die oben erwähnte Kategorie „noch völlig unbekannt“, waren aber sehr aufschluss- und lehrreich. Der Abend“vortrag“ von Friedrich Wilhelm Henkel war weniger ein Vortrag sondern vielmehr ein Videofilm mit musikalisch untermalten Impressionen aus Australien. Er zeigte außer Geckos auch viele andere Tiere und Landschaftsaufnahmen und machte schon fast einen professionellen Eindruck.

Der Sonntag bot sehr viele und sehr abwechslungsreiche Beiträge: Von Lidgeckos über die Evolution von tag- und nachtaktiven Geckos, die Tag- und Nachtgeckos Neuseelands, Zucht und Haltung von Phelsuma standingi (sehr kompetent: Frank Bruse), über den Tokeh (wusstet ihr, dass er eine Brutpflege betreibt??), die Gattung Sphaerodactylus, Geckos des nördlichen Afrikas, die Gattung Goniurosaurus, Gerhard Hallmanns „unnatürliche Lebensräume von Phelsumen“, die wir zur IG-Jahrestagung noch einmal sehen dürfen und die er wie immer wunderbar humorvoll vorstellte, bis hin zu einem Abendvortrag über das herrliche Madagaskar. 

Dabei sei noch einmal explizit der Vortrag von Robert Seipp über die Geckos Neuseelands erwähnt, der dank der wunderschönen Bilder von verschiedenen Naultinus-Arten absolut faszinierend war – wie sehr deren Haltungsbedingungen doch von denen der Phelsumen abweichen! Interessant zu wissen, dass er diese attraktiven Tiere so lange wie irgend möglich an der frischen Luft pflegt. So lange, bis er selbst „kalte Füße“ bekommt...

Übrigens warfen bei dieser Bemerkung auch diverse Phelsumenhalter ein, dass sie ihre Tiere schon möglichst früh im Jahr in Freiluftterrarien überführen und sie selbst bei Wind und Wetter dort belassen.

Es war alles in allem eine sehr gelungene Organisation. Willi Henkel hat sehr sympathisch durch die Tagung geführt. Sein Videobeitrag über Australien war ganz sicher eines der Highlights. Das Durchhaltevermögen der Bedienung im Tagungshotel war beeindruckend – kaum war sie abends als letzte ins Bett gegangen, stand sie doch morgens früh schon vor unserer Ankunft gut gelaunt wieder zu unserer Verfügung (auch wenn die Speisekarte wie üblich nach zwei Tagen nicht mehr wirkliche Abwechslung bieten kann). Der Ablauf war insgesamt reibungslos, das Beisammensein unkompliziert – und wer kein Interesse an einem Vortrag hatte, setzte sich für eine nette Unterhaltung in den Nachbarraum, wo man dann bis tief in die Nacht plaudern durfte.

Herzlichen Dank für diese schöne Veranstaltung, zu der jeder mit seiner guten Laune und seinem Fachwissen beigetragen hat!

 

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